Bundeskonzertwertung „Polka, Walzer, Marsch“ in Wien

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Wir blicken mit großem Stolz und vielen Emotionen auf unsere Teilnahme am österreichischen Blasorchesterwettbewerb „Polka – Walzer – Marsch“ am 25. April 2026 im Großen Festsaal des Wiener Rathauses zurück. Teilnahmeberechtigt sind bei diesem Wettbewerb – gewissermaßen den Bundesmeisterschaften der Blasorchester des Österreichischen Blasmusikverbandes (ÖBV) – insgesamt 11 Orchester: je ein Vertreter aus den neun Landesverbänden sowie je einer aus Südtirol und Liechtenstein. Die Nominierung erfolgt ausschließlich durch die Landesverbände – umso mehr erfüllt es uns mit Stolz, dass wir als Vertreter des Salzburger Blasmusikverbandes teilnehmen durften, und das als erste Musikkapelle aus dem Lungau überhaupt.

Unsere gemeinsame Reise begann bereits am Samstag früh um 6:00 Uhr, als wir mit dem Bus Richtung Wien aufbrachen. Die Vorfreude war groß, gleichzeitig war allen bewusst, welch besonderer Tag uns bevorstand. Nach der Ankunft stärkten wir uns bei einem gemeinsamen, sehr frühen Mittagessen, bevor wir direkt zum Rathaus weiterfuhren. Dort spielten wir uns ein und stimmten unsere Instrumente sorgfältig – trotz der großen Hitze, die uns an diesem Tag zusätzlich forderte. Schließlich war es so weit: Wir betraten die Bühne und präsentierten unser Wettbewerbsprogramm vor der hochkarätigen Jury.

Jedes Orchester hatte ein Werk aus den Bereichen Polka, Walzer und Marsch vorzutragen. Das Pflichtstück für alle teilnehmenden Kapellen war der Walzer „A la Carte“ von Gerald Oswald, ergänzt durch zwei frei gewählte Stücke aus dem ÖBV-Literaturkatalog der Stufen C bzw. D. Ziel dieses Wettbewerbs ist es, die Qualität der österreichischen Blasorchester nach außen sichtbar zu machen – und das wurde eindrucksvoll erfüllt: Alle teilnehmenden Kapellen überzeugten auf höchstem musikalischen Niveau.

Bewertet wurden die Darbietungen von einer international anerkannten Jury: Ernst Hutter (Deutschland), ehemaliger Leiter der Egerländer Musikanten, Jaroslav Šíp (Tschechien), Chefdirigent des tschechischen Zentralorchesters, sowie Guido Mancusi (Österreich), Komponist und Dirigent des Schloss Schönbrunn-Orchesters Wien. Auch zahlreiche Ehrengäste ließen sich diesen Wettbewerb nicht entgehen, darunter unser Bürgermeister Herbert Eßl, der Salzburger Landeskapellmeister Roman Gruber sowie der Lungauer Bezirksobmann Karl Macheiner, die uns vor Ort unterstützten.

Nach unserem Auftritt versorgten wir unsere Instrumente und konnten erst einmal durchatmen. Bei einem wohlverdienten Getränk und einer kleinen Jause ließen wir die Eindrücke sacken und warteten gespannt auf die Siegerehrung. Diese entwickelte sich zu einem besonders emotionalen Höhepunkt: Die Platzierungen wurden vom letzten Platz nach vorne verkündet, und mit jedem aufgerufenen Orchester stieg die Spannung weiter. Wir fieberten gemeinsam mit, feierten jeden Platz, den wir nach vorne rückten, und spürten dabei einen unglaublichen Zusammenhalt.

Am Ende durften wir uns über hervorragende 87,67 Punkte und den ausgezeichneten 5. Platz freuen. Ein Ergebnis, das für uns von ganz besonderer Bedeutung ist – nicht nur aufgrund der starken Konkurrenz, sondern auch, weil wir diesen Erfolg ausschließlich mit unseren eigenen Musikerinnen und Musikern erreicht haben, einschließlich unseres engagierten Nachwuchses und ohne externe Aushilfen.

Der Sieg ging an den Musikverein Bergknappenkapelle Grünbach am Schneeberg (Niederösterreich), gefolgt vom Musikverein St. Lorenzen im Paltental (Steiermark) und der TMK Bad Leonfelden (Oberösterreich).

Unabhängig von der Platzierung ist dieser Wettbewerb ein Meilenstein in unserer Vereinsgeschichte. Schon die Teilnahme als bestes Orchester Salzburgs ist eine besondere Auszeichnung – das erzielte Ergebnis macht uns umso stolzer. Mit vielen Eindrücken, neuer Motivation und gestärktem Gemeinschaftsgefühl kehren wir nach Mauterndorf zurück und freuen uns darauf, diesen Erfolg gemeinsam weiterzutragen.